mit Sitz in Kathmandu
durch.
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Nachdem wir uns in
Lhasa auf ca. 4200 Meter Höhe und bei der Besteigung des Ganpeiwutse
(5210 m) schon etwas an die Höhe gewöhnt haben, geht es mit dem Geländewagen
über den Kamba La (4794 m) zum Yamdrok See. Nach einen kurzen Besuch des
Klosters Samding geht die Fahrt weiter zum KaroLa Pass (5050
m)
Das Basislager liegt
unmittelbar am Karo La Pass auf ca. 5000 Meter Höhe. Da von dort aus alle geplanten Gipfel direkt erreicht werden können, bietet sich für uns der strategische Vorteil, dass wir direkt vor Ort aufgrund der Verhältnisse am Berg sowie in Abhängigkeit von der Wetterlage und unseres Akklimatisationsstandes entscheiden können, in welcher Reihenfolge wir die Berge besteigen.
Der
Jetung Chusang (6242 m) ist nur durch die verkehrstechnisch wichtige Passstraße
Lhasa - Kathmandu vom Hauptziel unserer Expedition getrennt. Allein drei Berge überschreiten dort, im direkten Angesicht des Nojin Kansa, die Sechstausendmetermarke: der Jangsang Thamo (6324 m), der Ralung (6235 m) sowie der von uns anvisierte Berg Jetung Chusang (6242 m). Da nichts über bisherige Gipfelerfolge oder Besteigungsversuche an diesem Berg bekannt ist, wird es für uns eine besondere Herausforderung sein, die optimale Route zu finden und erstzubegehen. Je nach Verhältnissen und Akklimatisationsstand werden wir den Berg entweder mit einem Hochlager oder im direkten Gipfelversuch vom Basislager aus angehen.
Für die Skibergsteiger unter den Teilnehmern bietet sich außerdem noch die Chance, zusätzlich zur Erstbesteigung die erste Skiabfahrt vom Jetung Chusang zu versuchen.

Blick vom Nojin Kansa auf den Jetung Chusang südlich des Karo La
Wir planen die Besteigung
des Nojin Kansa über die Südroute. Der Anstieg erfolgt über zwei Hochlager, welche auf etwa 5800 bzw. 6600 Metern Höhe
einzurichten sind. Auf dem Weg zum Lager 2 auf 6600 m muß ein 40 Grad
steiler Eisgrat überwunden werden. Danach geht es auf dem nicht übermäßig
steilen Grat zum eisgekrönten Gipfel. Eine weitere Aufstiegsmöglichkeit
wäre die Erstbegehung durch die Ostwand des Berges. Wenn wir uns an einem der Sechstausender gut
akklimatisiert haben, so ist auch eine Besteigung des Nojin Kansa im Alpinstil möglich. Dabei
werden wir dann auf die Benutzung von Fixseilen und das Einrichten einer durchgehenden Lagerkette
verzichten. Sollte uns dies gelingen, so wären wir die ersten Alpinisten, die auf diese Art und Weise diesen Gipfel ersteigen würden. Genau wie an den
gegenüberliegenden Sechstausendern bietet sich am Nojin Kansa die Besteigung mit Tourenski und anschließender Abfahrt an.